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WM-Vorbereitung: Österreich unterliegt erneut

Österreich verliert auch das zweite WM-Testspiel gegen Deutschland

Die österreichische Eishockeynationalmannschaft hat am Samstag auch das zweite Testspiel in der WM-Vorbereitung gegen Deutschland verloren. Zwei Tage nach dem 3:4 in Zell am See unterlag das ÖEHV-Team in Garmisch-Partenkirchen mit 2:5. Über weite Strecken gab Deutschland das Tempo vor, Österreich fand erst im Schlussdrittel besser in die Partie – die Hypothek aus den ersten 40 Minuten blieb aber zu groß.

Erstes und zweites Drittel

Deutschland stellte früh die Weichen. Maximilian Kastner traf in der 8. Minute zur Führung, Alexander Blank erhöhte in der 13. Minute auf 2:0. Österreich stand damit bereits im ersten Drittel unter Druck, kam in der Offensive nur selten in längere Puckbesitzphasen und musste viel Defensivarbeit leisten.

Im Mitteldrittel setzte sich das Bild fort: Deutschland blieb spielbestimmend, Österreichs Torhüter Florian Vorauer verhinderte zunächst Schlimmeres, musste in der 40. Minute aber doch ein drittes Mal hinter sich greifen. Dominik Kahun stellte mit einem abgefälschten Schuss auf 3:0. Nach zwei Dritteln lagen die Drittelergebnisse aus österreichischer Sicht bei 0:2 und 0:1.

Trainerstimmen

Teamchef Roger Bader bewertete die ersten 40 Minuten deutlich: „In den ersten 40 Minuten waren wir unterlegen, vor allem athletisch und physisch. Deutschland hat viel Druck gemacht auf uns. Wir haben kaum die Scheibe um sie herumgebracht. Sie waren klar überlegen. Das letzte Drittel war auf Augenhöhe, wenn man es isoliert betrachtet.“

Schlussdrittel und Fazit

Österreichs Reaktion kam im Schlussdrittel. Lucas Thaler verkürzte in der 45. Minute auf 1:3, Mario Huber stellte in der 49. Minute sogar auf 2:3. Plötzlich war das Spiel offen – und genau diese Phase wertete das Trainerteam als Hinweis darauf, dass Struktur und Mut im Spiel mit der Scheibe grundsätzlich vorhanden sind, wenn die Intensität stimmt.

Bader sagte: „Positiv war das letzte Drittel. Da haben wir gezeigt, dass wir auch Eishockey spielen können.“

Die Aufholjagd brachte am Ende jedoch keinen Ertrag. Daniel Fischbuch traf in der 56. Minute zum 4:2, Tim Brunnhuber setzte in der 60. Minute mit einem Empty-Net-Tor den Schlusspunkt zum 5:2. Das Schlussdrittel endete damit 2:2 – zu wenig, um die klaren Vorteile Deutschlands in den ersten beiden Abschnitten (0:2, 0:1) noch auszugleichen.

Auch Thaler sah den Schwerpunkt klar bei den Details: „Die müssen wir jetzt verbessern bis zur WM. Wir haben gut gekämpft, leider hat es am Ende nicht gereicht.“

Ausblick auf WM und weitere Testspiele

Vor der am 15. Mai in der Schweiz beginnenden Weltmeisterschaft bleibt Österreich noch eine Generalprobe: Am kommenden Samstag (16.20 Uhr) folgt in Klagenfurt das abschließende der insgesamt acht Testspiele gegen Slowenien. In der bisherigen Serie stehen aus österreichischer Sicht:

  • Siege:
    • 4:3 gegen Lettland
    • 3:2 nach Verlängerung gegen Italien
  • Niederlagen:
    • 0:1 gegen Lettland
    • 1:5 und 0:4 gegen Tschechien
    • 3:4 und 2:5 gegen Deutschland

Mit Blick auf das Turnier bekommt schon der Auftakt besondere Bedeutung: Österreich startet am 16. Mai (12.20 Uhr) gegen Großbritannien – eine Partie, die im Kampf um den Verbleib in der Top-Division richtungsweisend sein kann. Deutschland trifft Österreich in der Gruppenphase am 23. Mai (20.20 Uhr) in Zürich wieder.

Aus Garmisch-Partenkirchen nimmt Österreich vor allem die Erkenntnis mit, dass ein Spiel „auf Augenhöhe“ möglich ist, wenn die Intensität über 60 Minuten hält. Gleichzeitig zeigte die klare deutsche Überlegenheit in den ersten 40 Minuten, woran in den letzten Tagen der Vorbereitung am dringendsten gearbeitet werden muss: an Stabilität unter Druck, an der körperlichen Präsenz und an saubereren Lösungen, um sich aus dem Forecheck zu befreien und häufiger selbst kontrolliert ins Angriffsdrittel zu kommen.

Häufig gestellte Fragen

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